Pendasreich

mein Leben und mehr

Pendas Reich

auf 2. August 2012

Das hier ist mein neuer Blog, in dem ich Euch nun ein bisschen von mir erzählen werde.
Mein Name ist David, aber jeder nennt mich Penda. Ich gebe zu, dass sie das alle auf meinen eigenen Wunsch hin tun. Penda klingt einfach sehr viel besser und auch so schön mysteriös.
Außerdem war Penda irgendwann mal ein kriegerischer König in irgendeinem Jahrhundert. Hab ich gegoogelt. Cooler Typ !

Kurz war ich trotzdem ein bisschen enttäuscht, dass mein einziger kreativer Erguss in drei Jahren in Form des Namens durch einen Wikipedia-Artikel über Penda quasi zunichte gemacht worden ist. Aber man kann wohl nicht alles haben.
Dafür wohne ich seit Juni 2012 endlich in meiner ersten eigenen Wohnung.
Meine Mutter meinte doch tatsächlich, dass ich mit 24 Jahren dann doch mal aus dem „Hotel Mama“ ausziehen sollte. Meine Wäsche macht sie trotzdem noch.

Nun kann ich mich also in ganzen 12 Quadratmetern in der Großstadt Hamburg richtig schön ausbreiten. Wer die Wohnung für zu klein hält und wem doch tatsächlich die Ironie auffällt, der hat Recht. Zahlen tun peinlicherweise meine Eltern, also kann ich mich nicht einmal beschweren und muss mich stattdessen schämen. Natürlich erzähle ich das auch niemandem.
Trotzdem fühle ich mich wohl und habe das Beste daraus gemacht. Ich habe eine winzige Küche, die von Besuchern oft als „charmant und süß“ bezeichnet wird und in mir persönlich eher eine Assoziation zu Platzangst auslöst. Sie besteht aus einem kleinen Kühlschrank und einem, auf Grund der vielen Pizza, schmutzigen Herd.
Irgendwie hat man vergessen die Spüle einzubauen und so wasche ich, motiviert wie ich bin, mein Geschirr oft in meinem kleinen Badezimmer.

Ich erspare jedem nun die Beschreibung meines Ausscheidungsortes, aber ich hab ein tolles Raumspray, das nach Orchidee riecht. Damit überdecke ich nicht so blumige Duftmarken.
Meine Wohnung, oder von meinen Eltern auch liebevoll Müllhalde genannt, habe ich ganz nach meinem persönlichen Geschmack eingerichtet. Ein weißer Schrank und ein weißes Bett befinden sich auf der einen Seite und ein vereinsamtes Poster von Shakira auf der anderen. Darunter befindet sich allerdings mein heiliger Gral: Ein superschneller Computer der Extraklasse ! Mein Computer und ich haben eine Hass-Liebe zueinander.

Ich hasse ihn, wenn er nicht tut, was ich will und ich liebe ihn, wenn er funktioniert. Da bin ich ganz bescheiden ; Streicheleinheiten gibt es auch schon, wenn der Internetexplorer ausnahmsweise mal nicht abstürzt. Das Internet ist meiner Meinung nach sowieso die beste Entwicklung des vergangenen Jahrzehnts. Da ich derzeit eine „Pause von meinem Studium“ eingelegt habe, sitze ich den ganzen Tag nur vor dem PC. Es ist wie eine Sucht, ich brauche es einfach.

Meine Exfreundin Sandra hat mich oft als Nerd und Versager bezeichnet. Obwohl beschimpft in dem Zusammenhang wohl das passendere Verb ist. Ich wünschte ich könnte nun behaupten, dass ich sie verlassen hätte, weil sie mich so fürchterlich schlecht behandelt hat.
Aber leider kam sie mir ungefähr zwei Jahre zuvor. Sie kam einfach irgendwie nicht mit meiner Studiumspause, die natürlich nur Tarnung für mein Herumlungern ist, und meiner kleinen Wohnung, klar. Ich hatte mal viel vor und wollte Informatik studieren, aber nunja. Mittlerweile bin ich darüber weg, über Sandra und das Studium!

Bin ich eben ein Internet-Nerd. Ich brauche das auch. Ob Facebook, Twitter oder andere Websites, ich werde einfach nervös, wenn ich nicht die neusten News habe. Das Internet bietet mir einfach alles, was ich wissen will und derzeit benötige. Wenn ich meine intelektuelle Phase habe, kann ich mich über Wirtschaft, Poltik und die neusten Geschehnisse in der Welt informieren.

Wenn ich die nicht habe, kann ich auf Facebook verfolgen, wer sich wie, wann und wo profiliert und mit Bekannten kommunizieren. Auf Twitter stalke ich regelrecht die neusten Feeds von Stars wie Kim Kardashian und Jessica Alba. Wenn ich möchte, kann ich sogar Lebensmittel über das Internet bestellen und sie mir durch das Schreiben von Texten im Internet finanzieren. Wie es sich für einen echten Nerd gehört, trage ich nicht nur die obligatorische Brille, sondern spiele auch Online-Games. Unter anderem Metin2 – und das macht wirklich regelrecht süchtig. Rausgehen tue ich also eher nicht so häufig. Mag zum einen daran liegen, das mein bester Freund Merlin nach Berlin gezogen ist und zum anderen daran, dass ich keine anderen Freunde habe. Zumindest keine auf die ich momentan Lust hätte! Ich will zocken !

Aber ich dusche und besuche regelmäßig einen Friseur, ich schwör’s ! Und sogar Rasieren tue ich mich! Also profitieren die Leser meines Blogs jetzt von meinem Nerd-Dasein und vor allem von meiner vielen Zeit.


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