Jiaogulan, so die vereinfachte deutschsprachige Ausdrucksweise, ist eine asiatische Rankengewächspflanze, der einzigartige gesundheitsförderliche Folgen nachgesagt werden. In verschiedenen Darreichungsformen werden die Blätter zur Vorbeugung und in der traditionellen chinesischen Medizin sogar als Behandlungsmittel gegen verschiedenste Beschwerden verwendet. In den letzten 20 Jahren wird das Kraut auch in den westlichen Gebieten zunehmend bekannter, nicht zuletzt durch das steigende Interesse am Thema Gesundheit. Anders als viele der heutzutage als Superfood angepriesenen Lebensmittel und Nahrungsergänzungen, konnte in Jiaogulan eine reihhaltige Wirkstoffbreite nachgewiesen werden. In erster Linie die Saponine können auf die gesundheitlichen Vorzüge des Kletterkrauts schließen.
Hier soll über die Ursprünge des Jiaogulan aufgeklärt werden. Neben einem Exkurs zu den traditionellen und modernen Anbaugebieten in Asien, sowie in die TCM werden die verschiedenen Darreichungsformen der des Gewächses erklärt. Dann gibt es noch ein paar Tipps für Jiaogulan-Fans mit grünem Daumen, die ihre persönliche Wunderranke pflanzen möchten.
Daher kommt die Jiaogulanranke ursprünglich
Jiaogulan (lat. Gynostemma pentaphyllum) ist im Grunde beheimatet in Asien. In erster Linie über China, Südostasien, Taiwan und Japan wanderte die Pflanze in die Welt und auch die hauptsächlichen Anbaugebiete der Pflanze befinden sich in diesen Staaten. Insbesondere in China ranken sich um den Jiaogulan ein paar Legenden. So soll die chinesische Gegend, in der traditionell viel Jiaogulan-Tee getrunken wird, „Tal der Uralten“ heißen. Ein Nachweis hierzu fand sich in den 70er Jahren: Während einer Volkszählung zeigte sich, dass dort besonders viele 100 Jährige Menschen waren. Angeblich sollen diese Zeit ihres Lebens jeden Tag den besagten Tee genossen haben, weswegen die Rankenpflanze auch den Beinamen „Kraut der Unsterblichkeit“ erhalten haben soll. Abgesehen davon, klar ist, dass Jiaogulan nicht unvergänglich macht, aber dafür dem Körper des Menschen und dem Wohlbehagen unterstützend sein kann, wie chinesische Forscher im Kontext der Ergebnisse der Volkszählung zu bemerken vermochten. Bereits chinesische Heilkünstler und traditionelle Mediziner, die im 15. Säkulum das Gewächs zum ersten Mal nachweislich zur Sprache brachten, wussten um die Vorzüge der Pflanze. Seitdem spielt in der TCM das Kraut eine sehr große Rolle beim Heilverfahren verschiedener Leiden.
Pflanzenlehre Jiaogulan – Information rund um die Gesundheitsranke
Wie schon gesagt ist Jiaogulan ein krautartiges Pflanzengewächs. Oft 1-jährig, kann es bei guten Konditionen auch längere Jahre überleben und bis zu 8 Metern werden. Die Laubblätter, in denen die meisten Wirkstoffansammlungen zu finden sind, bestehen aus mehreren Blättchen, im Normalfall zwischen fünf und neun Stück. Rein visuell ähneln die Blätter Weinpflanzen. Die Blütenstände vermögen eine Länge von etwa 30 cm zu erlangen. Die Blüten grünlich bis gelblich und sehr klein. Sofern die Pflanze befruchtet wurde, trägt sie eher kleine Beeren im Reifeprozess von dunkelgrün zu schwarz werden.
Da die Ranke feminine und männliche Triebe ausbildet, sind reife Jiaogulan-Beeren bei uns eher ungewöhnlich. Aber ist es möglich Jiaogulan auch bei uns anzupflanzen. Nicht nur als Zimmerpflanze, ebenso auch im Gartenbeet gedeiht das Kraut gut, da es im naturbelassenen Lebensraum sogar in Höhen bis etwa 3000 Metern wächst. Dadurch überleben die gewünschten Ranken auch die Winterskälte bis zu -15°C und sind somit grundsätzlich winterfest. Im Idealfall gibt es für Jiaogulan aber eher feuchte und warme Regionen für einen idealen Wuchs und damit auch einen idealen Gehalt der wirkenden Substanzen. Doch um welche Stoffe geht es um dabei und wie wirken sie angeblich?
Diese Stoffe finden sich in den Jiaogulan-Blättern
In Folge der Studien rund um Jiaogulan, wurden über 100 Substanzen der sog. Saponine inm Pflanzengewächs gefunden. Zwar leitet sich der Name zuvor erwähnter Stoffe von der lateinischen Bezeichnung sapo, also „Seife“ ab, ist aber nicht zu verwechseln mit den tatsächlichen Seifen. Allerdings ermöglichen Saponine eine ebenfalls schäumende und damit auch reinigende Wirkung. Die zur Wäsche verwendeten beliebten – weil umweltschonenden – Waschnüsse enthalten beispielsweise hohe Saponinwerte, weshalb sie Bekleidung reinigen.
In der Naturmedizin werden Saponine beziehungsweise Pflanzen die Saponin enthalten in verschiedenen Darreichungsformen zur Therapie aller diverser stressinduzierter Krankheiten benutzt. Sie werden aus diesem Grund den Adaptogenen zugerechnet. Als Adaptogene werden pflanzliche Wirkstoffe bezeichnet, die gegen negative Konsequenzen von Stresssituationen auf den Körper wirken können. Dazu gehören externe Faktoren wie negatives Wetter oder Lärm, innere Faktoren wie Phasen intensiver psychischer Beanspruchung im Prüfungsstress oder sogar Niedergeschlagenheit und darüber hinaus auch starke körperliche Belastungen. Adaptogene werden aus diesem Grund oft von Athleten vor bedeutenden Wettkämpfen und ähnlichem genutzt. In der Tat haben verschiedene Untersuchungen immer wieder herausgestellt, dass die Wirkungen der Adaptogene in der Tat bestimmbar und reproduzierbar sind. Damit handelt es sich bei der nachgewiesenen Auswirkung von Saponinen in keinster Weise um esoterischen Humbug, sondern um eine reale Option, Gesundheit und Wohlbehagen kurz- und längerfristig zu optimieren.
Krankheiten vermeiden indem Sie Stress reduzieren – Jiaogulan kann dabei unterstützen
Zwar gibt es eine große Menge an Studien zur tatsächlichen Wirkung der im Jiaogulan vorkommenden Adaptogenen. Jedoch muss von Ratschlägen betreffend die der Behandlung Medizinische Versorgung von Erkrankungen abgesehen werden, da es nicht hinreichend viele Nachweise gibt. Allerdings kann erwähnt werden, dass Jiaogulan durch seine adaptogene Wirksamkeit in jedem Fall das allgemeine Wohlbefinden unterstützen kann sowie Ermüdung und Konzentrationsverlust vorbeugen kann.…